Schon der chinesische Philosoph Laotse wusste: Eine Reise von 1000 Meilen beginnt mit einem ersten Schritt. Die Oberflächenanpassung im IBM-Optimierungstool ILOG DOC (ehemals ILOG ODM Enterprise) mit Hilfe von Java-Code war für mich bisher solch ein 1000-Meilen-Thema, weshalb ich es immer ein wenig vor mir hergeschoben habe.

Eine Reise von 1000 Meilen…

ILOG DOC deckt – vereinfacht ausgedrückt – vier Bereiche ab. Der erste betrifft die mathematische Modellierung von Problemstellungen aus dem Arbeits- und Produktionsalltag. Der zweite Bereich umfasst die Integrationsmöglichkeiten: Die entstandenen Modelle lassen sich in einer Serverlandschaft oder auch auf einzelnen Rechnern einrichten und mit bestehenden Systemen integrieren, um die Ein- und Ausgabe der Daten zu gewährleisten. Außerdem bietet ILOG DOC als dritten Bereich noch einfache Mittel an, um mit wenigen Mausklicks eine ansprechende grafische Oberfläche (GUI) zu erstellen. So kann ein Benutzer bereits nachkurzer Zeit mit dem Programm arbeiten.
…beginnt mit einem ersten Schritt

Diese drei Bereiche reichen im Prinzip schon aus, um schöne Ergebnisse zu erzielen. Da ich kein klassischer Java-Entwickler bin, habe ich den vierten Bereich, die individuelle Anpassung des Programms mit Hilfe von Java-Code, lange ignoriert. Bis jetzt. Ich habe endlich den Schritt gewagt, mir das genauer anzusehen. Und siehe da: Es ist keine Reise von 1000 Meilen, sondern, dank der zig Abkürzungen, die mir ILOG DOC bietet, eher ein Spaziergang mit toller Aussicht.
Ein Beispiel dafür ist die Datenintegration. Mit nur wenigen Zeilen XML-Anpassung lässt sich eine Schaltfläche einrichten, die einen externen Java-Code aufruft. Dieser könnte nun beispielsweise Datenquellen auslesen und zurückgeben. Schließlich sind die erforderlichen Daten im Normalfall bereits in Excel-Tabellen oder ERP-Systemen vorhanden, also lässt sich dieser Arbeitsschritt sinnvoll automatisieren.

Arbeitserleichterung dank interner Hilfsmittel

Aber dem Optimierungsmodell ist natürlich egal, woher die Daten stammen. So muss man nicht zwingend eine externe Quelle ansprechen, sondern kann mit Hilfe von ein paar einfachen Zeilen und dem Java-internen Zufallsgenerator selbst Daten erzeugen, beispielsweise zu Testzwecken. Was ich bisher immer nach MS Excel ausgelagert hatte, geht nun mit wenigen Klicks innerhalb der DOC-Oberfläche. Ziemlich komfortabel und gleichzeitig eine spürbare Zeitersparnis, durch die ich in Zukunft noch ausführlicher Testen kann als bisher.
Eine andere Arbeitserleichterung wird mit Hilfe des internen Renderers und des Editors möglich. Damit lassen sich einzelne Zellen bei der Dateneingabe direkt auf bestimmte Eigenschaften überprüfen und hervorheben. Wenn sich in einer Zelle beispielsweise ein Wert befindet, der höchstwahrscheinlich zu einer unbrauchbaren Optimierungslösung führen wird, so kann dieser direkt farblich hinterlegt oder auch direkt durch einen Standardwert ersetzt werden.

Fazit

Ich könnte noch viele weitere Beispiele aufzählen, die beschreiben, wie ILOG DOC weitere Hilfsmittel integriert hat, die uns die Arbeit an und mit der grafischen Oberfläche vereinfachen. Das Fazit wird aber bereits jetzt klar: Die 1000 Meilen lassen sich schneller zurücklegen als gedacht, wenn man um die vielen Abkürzungen weiß. Diese Erkenntnis hätte Laotse sicherlich gefreut.